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24. Juni * Gedenktag der Geburt des Hl. Johannes des Täufers

Heute, am 24. Juni, gedenken wir Malteser der Geburt Johannes des Täufers, des Schutzpatrons der Malteser. Im Erzbistum Bamberg feiern wir heute zusätzlich unseren Geburtstag: Seit 60 Jahren wirken die Malteser im Dienst am Nächsten!

23.06.2017
Johannistag - Die Malteser feiern heute ihren Patron. Foto: © Malteser
Johannistag - Die Malteser feiern heute ihren Patron. Foto: © Malteser

Johannistag
Jesus sagte über den Hl. Johannes: "Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.“ (Mt. 11,10)

Dennoch ist für viele Christen Johannes der Mann im Hintergrund - "Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3,28-30). Johannes sagt dieses Wort über sich selbst. Im Bild vom „Freund des Bräutigams“ stellt er sich ganz in die Nähe von Jesus, aber er steht neben ihm; gleichzeitig steht er in einer engen Verbindung zu den Menschen, die er Braut nennt. Ihnen steht er gegenüber. Für sie macht er Jesus transparent. Er tritt zurück, als seine Aufgabe erfüllt ist und Jesus mehr und mehr „Fuß fasst“ und so beginnt, seine Sendung zu verwirklichen.

... Johannes, der Zweifler - Das Leben geht an Johannes dem Täufer nicht vorbei, es holt ihn ein. Von den Menschen verfolgt, wird er ins Gefängnis geworfen. Ganz auf sich gestellt beginnt er, an seiner Verkündigung zu zweifeln: "Johannes hörte im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“ (Mt 14,2ff). Jesus gibt auf die Anfrage des Täufers keine eindeutige Antwort. Er verweist auf die Dinge, die durch ihn geschehen. Die Zuwendung zu den Kranken und Bedürftigen nimmt in seinem Handeln einen ersten Platz ein. In seinem Tun an den Kranken und Bedürftigen erweist Jesus sich als der Heiland, als der angekündigte Messias. Für Johannes wird deutlich: er hat sich nicht getäuscht. Johannes ist es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: „Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“ (Mt 3,3). Er bereitet die Menschen auf Jesus vor, fordert sie zur Umkehr auf und tauft sie zum Zeichen der Umkehr. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er nicht der Messias ist: Er (Johannes) antwortet ihnen: „Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.“ (Joh 1,26+27).

... Johannes, der Wahrhaftige - Johannes setzt nicht nur ein Zeichen der Umkehr durch die Taufe. Er scheut sich nicht, die unangenehme Wahrheit zu sagen und die Menschen einzufordern:
„Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“ (Mt 3,7-10). Seinen Ruf zur Umkehr fasst er in ein Gerichtsbild, das dem Menschen ein eindeutiges Zeichen und eine eindeutige Entscheidung abverlangt. 
Über das Schicksal Jesu lässt er die Menschen nicht im Unklaren: „Am Tag darauf stand Johannes wieder dort, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte:„ Seht, das Lamm Gottes!“ Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.“ (Joh 1,35-37) Die Härte schreckt die neugierig gewordenen Jünger nicht ab; sie gehen mit Jesus, obwohl Johannes sie auf den Kreuzestod Jesu (Lamm Gottes, das geschlachtet wird) hinweist. Der Hinweis des Johannes auf das Lamm Gottes ist ein in der Frömmigkeit des Judentums verwurzeltes Bild. Der leidende Gottesknecht wird das Volk durch seine Selbsthingabe erlösen. (vgl. Jes 52,13-53,12)

Quelle: Geistliches Zentrum der Malteser

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