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Malteser Bamberg

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Im Alter nicht allein

Kooperation im Besuchs- und Begleitungsdienst

02.01.2018
Der Besuchs- und Begleitungsdienst der Malteser in Bamberg
"Zeitschenker" gesucht.... (Foto: Malteser)

Bamberg/Südwest. Es ist 14:00 Uhr. Katharina H. (87) ist schon ganz ungeduldig. Ihr Besuch ist doch sonst immer pünktlich. Sekunden fühlen sich wie Minuten, und Minuten wie Stunden an…, endlich läutet es: Die ungeduldige Anspannung fällt schlagartig ab und mit einem freudigen Lächeln bewegt sie sich mit ihrem Rollator Richtung Türöffner im Flur. Katharina H. hat jetzt nur noch Augen und Ohren für Markus N. vom Besuchs- und Begleitungsdienst der Bamberger Malteser. Er ist für die alleinstehende Witwe im letzten Jahr zum Freund und Brückenbauer in die so ganz „andere Welt da dlraußen“ geworden. Nach einem Sturz in einem Einkaufsmarkt und anschließendem wochenlangen Krankenhausaufenthalt traut sie sich selber alleine nicht mehr vor die Tür. Die Angst ist einfach zu groß. Auf die Frage, ob sie denn ganz alleine wäre, kommt sofort die Antwort „Nein, zweimal in der Woche kommt die Schwester vom Pflegedienst und jeden Tag die nette Frau Pfadenhauer vom Malteser Menüservice mit dem Mittagessen...“. Die Kinder sieht sie nur noch selten, da sie aus beruflichen Gründen verzogen sind. „Und mei Schöner kummt jeda Woch“. Und freudig ergänzt sie: „Der hat wenigstens Zeit für mich“. Markus N. schmunzelt ein wenig und während er die mitgebrachten Bamberger Hörnla auspackt murmelt er „Des passt scho, bei uns stimmt die ChemieB
Markus N. ist einer der ehrenamtlichen Helfer im Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) der Malteser im Erzbistum Bamberg. Männer wie ihn könnte es mehr im Team geben, aber wichtig sei, dass es überhaupt engagierte Ehrenamtliche gibt, die das Wichtigste verschenken würden: Ein bisschen Zeit. Zwei oder drei Stunden in der Woche reichen oftmals aus, um mit jemanden ins Gespräch zu kommen, eine Runde Karten zu spielen, einen kleinen Spaziergang zu machen oder einfach nur eine Tasse Kaffee zu trinken und ein wenig sich über Gott und die Welt zu unterhalten.
Schon seit Beginn der Christenheit gab es in den Gemeinden auch den Dienst der Diakone, die sich um Alte, Kranke und einsame Gemeindemitglieder kümmerten, und auch heute ist der Bedarf an diesem Dienst groß. Die Altersstruktur in unseren Gemeinden führt zu einer immer größeren Anzahl von Senioren, Kranken und im Alter einsamen Menschen, die über einen Besuchs- und Begleitungsdienst auch im Alter den Anschluss an das Leben der kirchlichen und politischen Gemeinde nicht verlieren. Die Diözesanreferentin für ehrenamtliche Seniorenarbeit bei den Maltesern, Daniela Eidloth, freut sich daher über ein neuen Ansatz der Organisation des BBD in Bamberg: „Wir wollen Erfahrung, Kompetenz und Engagement besser vernetzen – im Sinne unserer Ehrenamtlichen und auch der Senioren. Durch das Stadtviertel-Projekt Babenberger Viertel/Südwest der Caritas Stadt Bamberg, dem Wunsch der Gemeinden im Seelsorgebereich Dom / Obere Pfarre / St. Urban den BBD neu zu beleben und dem Angebot der Malteser, die Ehrenamtlichen auszubilden und zu begleiten entsteht eine neue Kooperation um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Die drei Kooperationspartner laden alle Interessenten am Donnerstag, 18.01.2018 zur Auftakt- und Informationsveranstaltung in St. Urban ein. Beginn ist um 19:00 Uhr mit einer Andacht in der Kirche, im Anschluss findet die Informationsveranstaltung im Gemeindesaal St. Urban statt.
Weitere Informationen gibt es bei:
Caritas Stadtviertel-Projekt, Anja Münzel, Tel.: 0174 – 6352894
Seelsorgebereich Dom/Obere Pfarre, Christian Schneider, Tel.: 0951 – 2974960
Malteser Hilfsdienst e.V., Daniela Eidloth, Tel.: 0951-917669-11 oder

http://www.malteser.de/besuchs-begleitungsdienste.html

Weitere Informationen

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Marie-Luise, 71
Rentnerin

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