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Malteser Bamberg

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Das Geheimnis unseres Wirkens, liegt im Kleinen und Verborgenen.

Führungswechsel vom Sohn zum Vater bei den Maltesern im Erzbistum Bamberg.

28.08.2018
Nach dem feierlichen Dankgottesdienst stellen sich einige der Gäste und Delegationen zu einem Gruppenbild mit der Familie von Grafenstein und dem Malteserpräsidenten Graf Khevenhüller. (Foto: Malteser/Nietert)
Als äußeres Zeichen, dass der Dienst der Malteser unter Gottes Segen steht, steckt Diözesanseelsorger Prälat Kestel dem neuen Diözesanleiter ein gesegnetes Malteser Kreuz an (Foto: Malteser/Nietert)
Freuen sich über die nahtlose Stabübergabe: vlnr Regionalgeschäftsführer Frank Weber, der ehemalige Diözesanleiter Johannes von Grafenstein, Diözesangeschäftsführerin Claudia Ramminger, der neue Diözesanleiter Christoph von Grafenstein und Malteser Präsident Georg Graf Khevenhüller. (Foto: Malteser/Nietert)

Vierzehnheiligen/Erzbistum. „Wos is denn bassiehrt? Do kumma joh lauda Maldehser…“ -  So überrascht wie die Pilgergruppe aus Kronach über die große Anzahl von Maltesern die zur Wallfahrtsbasilika nach Vierzehnheiligen zogen, waren viele Malteser im Erzbistum Bamberg, als sie die Einladung zur Verabschiedung ihres bisherigen Diözesanleiters Johannes von Grafenstein (40) und zur Berufung des neuen Diözesanleiters Christoph von Grafenstein erhielten. Delegationen und Fahnenabordnungen aus den Maltesergliederungen der Erzdiözese, Vertreter der Diözesanvorstände der benachbarten Diözesen, der Referent für Verbandsentwicklung aus der Malteser Zentrale in Köln und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler folgten der Einladung. Die weiteste Anreise hatte der neugewählte ehrenamtliche Präsident der Malteser, Georg Graf von Khevenhüller, der zurzeit noch in Südamerika lebt und es sich nicht nehmen ließ, persönlich nach Vierzehnheilgen zu den Bamberger Maltesern zu kommen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem feierlichen Dankgottesdienst am Gnadenaltar der Basilika, den Generalvikar Prälat Georg Kestel zusammen mit P. Mateusz Kotylo und dem Magistralkaplan des Malteser Ordens, Mons. Dr. Gerhard Förch feierte. Kestel ging in seiner Predigt ausführlich auf die Apostolischen Schreiben Papst Franziskus ein und verdeutlichte, dass es hier bei dieser Berufungsfeier nicht um Macht und Anerkennung, sondern um Verantwortung für den Nächsten, Geduld, Sanftmut und Beharrlichkeit geht. „Es sind immer die kleinen und verborgenen Dinge, die die Welt verändern, die durch Raum und Zeit Bestand haben, die das Geheimnis unseres Glaubens und den Erfolg unseres Dienstes ausmachen: Es ist das Salzkorn, das dem Faden Geschmack gibt, es ist das Weizenkorn, das reiche Frucht bringt, es ist der Dienst am Nächsten, den die Malteser oftmals verborgen vor aller Sensationslust täglich verrichten, in dem uns Christus selbst im Nächsten begegnet!“ Es sei daher ein gutes Fundament, dass wir Gott nicht nur Danken für den erfolgreichen Dienst des scheidenden Diözesanleiters, sondern dass wir auch seinen Nachfolger unter Gottes Segen stellen, so Kestel bei der Einleitung zum Segensgebet für Christoph von Grafenstein.
Bei dem anschließenden Festakt im Diözesanpilgerhaus begrüßte Diözesangeschäftsführerin Claudia Ramminger viele Gäste namentlich und dankte dem scheidenden Diözesanleiter herzlich für sein überdurchschnittliches Engagement, gerade während ihrer Einarbeitungszeit. Malteser Präsident Khevenhüller ließ in einer humorvollen Rückschau die vergangenen Jahre der Malteser in der Erzdiözese Revue passieren und hob die Verdienste von Johannes von Grafenstein hervor. „Ich habe ja schon einiges bei den Maltesern erlebt, aber dass jetzt ein so tolles ehrenamtliches Führungsamt vom jungen Sohn auf den erfahrenen und weisen Vater übergeht, ist absolutes Neuland für mich. Ein befreundeter Geistlicher sagte mal zu mir: Georg, ab dem 40 Lebensjahr solltest Du mindestens ein Viertel Deiner Zeit dem lieben Gott schenken, und so bin ich Malteser geworden. In Bamberg ist es umgekehrt: Du scheidest wegen beruflicher Veränderung und Deinem Dritten Kind schon mit 40 Jahren aus dem Dienst aus!“ Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Khevenhüller Johannes von Grafenstein die Verdienstplakette in Silber des Souveränen Malteser Ritterordens. Johannes von Grafenstein bedankte sich bei den anwesenden ehrenamtlichen Führungskräften und Mitarbeitern der Diözesangeschäftsstelle für die gute Zusammenarbeit und stellt der Festgemeinde seinen Vater vor. Anschließend wurde er vom Präsidenten zum neuen Diözesanleiter der Malteser im Erzbistum Bamberg berufen.
„Wer glaubt, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet, der glaubt auch, dass ein Diözesanleiter die Diözese leitet!“, mit diesem Zitat gewann Christoph von Grafenstein schon mit dem ersten Satz die Herzen seiner Malteser und wies auf die Schwerpunkte und Ziele seiner Dienstzeit hin: Mit allen beteiligten aus Haupt- und Ehrenamt gemeinsam den Neubeginn der Malteser im Erzbistum Bamberg zu gestalten. In der Diözesanleitung, im Führungskräftemanagement im Ehrenamt, in der Verbandsentwicklung mit dem Projekt Malteser 2020 und in der Intensivierung der ehrenamtlichen Dienste. Dazu bringt der 67-jährige Diplomkaufmann langjährige Erfahrungen im Personalmanagement und in Forschungsabteilungen internationaler Betriebe mit. Mitglied im Malteser Hilfsdienst e.V. sei er zwar erst seit einem Jahr, und viele Dienste müsse er auch erst kennenlernen, aber Malteser (als Ordensmitglied des Malteserordens) ist er schon seit 34 Jahren. 
– Ja, es ist was passiert: Ein segensreicher Neustart der Malteser im Erzbistum Bamberg, der mit der neuen Diözesangeschäftsführerin Claudia Ramminger, ihrem Stellvertreter Dr. Christian Stock  begonnen, und mit der Berufung Christoph von Grafenstein zum neuen Diözesanleiter weitergeführt wurde.

Markus Johannes Nietert

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